Devisen Forex Trading

Auf dieser Seite finden Sie einige grundlegende Informationen und Erläuterungen zur Thematik Devisen und Forex Trading. Dieser “Schnelleinstieg” wurde bewusst für Einsteiger konzipiert, falls Ihnen die wichtigsten Grundlagen bereits bekannt sein sollten finden Sie vielleicht dennoch die ein oder andere wertvolle Zusatzinformationen. Als Fortführung bietet sich die Rubrik Grundlagen an.

Der Wechselkurs

Als Einstieg in die Thematik “Forex Trading” bietet sich eine grundlegende Betrachtung des Begriffes “Wechselkurs” an. Der Wechselkurs ist das Zentrum aller Devisen Geschäfte und ein korrektes Verständnis anhand einer einfachen Definition erleichtert den Anfang. Definitionsgemäß wird hierunter der relative Wert zweier Währungen zueinander verstanden. Sinnbildlich – aber genau genommen 100%ig korrekt – bezeichnet der Wechselkurs die Menge einer beliebigen Währung, welche erforderlich ist, um eine Einheit einer anderen beliebigen Währung zu erwerben oder auch zu verkaufen. Wenn in diesem Zusammenhang von Paarung gesprochen wird, so ist genau dieses Verhältnis gemeint. Eine Paarung EUR/USD = 1,2020 besagt somit, dass man für einen Euro 1,2020 amerikanische Dollar bekommt. In diesem Beispiel wird die Paarung EUR/USD verwendet. Das ganze kann natürlich auch von der anderen Seite aus betrachtet werden. Dann drückt die Paarung aus, wie viel an Euro man für einen US-Dollar bekommt. Das Pendant zu unserem ersten Beispiel wäre USD/EUR = 0,8319. Basis der meisten Wechselkurs Geschäfte ist der amerikanische Dollar. Wird eine Paarung ohne Beteiligung des US-Dollar angegeben, so ist von einem sog. Kreuzkurs die Rede. Die Paarung EUR/THB = 45,80 besagt beispielsweise, dass ein Euro gegen 45,80 thailändische Bath getauscht werden kann.

Die Wechselkurssysteme

Im Währungsbereich wird zwischen flexiblen und festen Wechselkurssystemen unterschieden. Flexible Wechselkurssysteme zeichnen sich dadurch aus, dass die entsprechende Zentralbank als zuständige Währungsbehörde den Wechselkurs anpasst. Hiermit findet eine Steuerung bzw. Beeinflussung von Angebot und Nachfrage bzgl. der ausländischen Währung statt. Feste Wechselkurssysteme weisen keine derartigen Schwankungen auf. Es wird ein bestimmter Wechselkurs festgelegt. In einem festen Wechselkurssystem ist es eine unabdingbare Voraussetzung, dass die entsprechende Zentralbank über größere Reserven sowohl der eigenen als auch der Fremdwährungen verfügt. Warum das so ist? Im Prinzip ganz einfach: Gesetzten Fall eine beliebige Zentralbank erwartet einen Kursanstieg einer beliebigen Fremdwährung. Dann ist die Zentralbank gezwungen, größere Reserven der Auslandswährung aufzulösen (zu verkaufen), um somit eine Preiserhöhung zu vermeiden. Im Gegenfall (eine ausländische Währung verliert an Wert) müssen von der Zentralbank größere Mengen der Fremdwährung aufgekauft werden, um die Kurssenkung zu stoppen. Der Preis, zu welchem die Zentralbank die Devisen kauft oder verkauft, ist in einem festen Wechselkurssystem ebenfalls fix.

Was ist Forex Handel?

Der Begriff Forex Handel (im englischen Original “Forex Trading”) bezeichnet das Handeln (Traden) von Devisen an der sog. “Foreign Exchange”, kurz auch als FX bezeichnet. Gehandelt wird dabei immer ein sog. Devisenpaar. Die beliebtesten Währungen beim Devisen Forex Trading sind amerikanischer Dollar, japanischer Yen, Euro, britisches Pfund, Schweizer Franken, kanadischer Dollar und australischer Dollar. Diese Form des Devisenhandel ist in den USA sowie in vielen asiatischen Ländern bereits seit einigen Jahren weit verbreitet. Mittlerweile interessieren sich aber auch in Europa und speziell in Deutschland immer mehr Menschen für diese neuartige Anlagestrategie und Forex Trading stellt heute eine ernstzunehmenden Alternative zum klassischen Aktienhandel dar. Als Ergänzung zum Handel an der Wertpapierbörse bietet Forex Trading gute Chancen beim individuellen Vermögensaufbau. Es gibt hierbei eine Vielzahl an Philosophien und Strategien, welche vom reinen Day Trading bis hin zu langfristig angelegter Spekulation reichen. Das Risiko wird beim Devisenhandel von der eingesetzten Strategie und einigen weiteren Faktoren beeinflusst, ist aber selbstverständlich auch von der persönlichen Erfahrung abhängig. Aus diesem Grund bieten viele große Online Forexhandel Plattformen die Möglichkeit der Eröffnung reiner Demo Accounts. Mit einem solchen Demo Account hat der Anleger die Möglichkeit, die Gesetze des Devisenhandel zu erlernen, ohne “echtes” Geld zu investieren.

OTC Markt

Die Abürzung OTC steht für einen “Over The Counter Market“. Was dies genau ist, lässt sich anhand des Forexmarktes einfach nachvollziehen. Beim Forexmarkt handelt es sich um den größten Finanzmarkt der Welt. Am Tag werden hier rund 2 Billionen US-Dollar umgesetzt. Devisenhandel bedeutet im Prinip nichts anderes als das Kaufen und Verkaufen von Währungen. Dieser Handel vollzieht sich wohlgemerkt weltweit und rund um die Uhr. Investoren in aller Herren Länder kaufen und verkaufen Währungen in der Hofnung aus den ständigen Wechselkursschwankungen Profit zu erzielen. Die Schwankungen am Devisenmarkt sind auch in sehr kurzen Zeiträumen nutzbar. Aus einer nur wenige Minuten dauernden Wechselkursspekulation kann man so – gerade bei der Verwendung entsprechender Hebel – verhältnismäßig große Gewinne erzielen. Der amerikanische Begriff “Over The Counter Market” – oder auch kürzer und halbdeutsch OTC Markt – bezeichnet einen Marktplatz ohne physisches Zentrum und ohne feste Handelszeiten. Der OTC Markt Forex existiert als elektronischer Verbund von Banken, Trading Plattformen und Investoren, welche 24 Stunden am Tag Devisen tauschen. Auf den verschieden Plattformen des Forex OTC gibt es eine Vielzahl an Händlern, welche die Marktangebots- und ‑nachfragepreise bestimmen, welche in sog. Kursanzeigern notiert werden. Im Gegensatz hierzu stehen die sog. Interbankensätze. Diese bezeichnen die Forex Devisenkurse, welche die verschiedenen Banken im Interbankenhandel verwenden.

Vom Interbankenmarkt zum Spielplatz der Spekulanten

Den größten Teil des Handelsgeschehens machen die am Forexmarkt tätigen Großbanken direkt unter sich aus. In diesem Zusammenhang wird dann meist vom Interbankenmarkt gesprochen. Die Trades werden im Interbankengeschäft entweder über spezialisierte Broker oder neuerdings auch über elektronische Brokersoftware Systeme vollzogen. Im Interbankenmarkt handeln die Banken teilweise auf eigene Rechnung, teilweise aber auch im Kundenauftrag. Eine wichtige Rolle im Forexgeschehen kommt selbstverständlich auch den einzelnen Zentralbanken zu. Diese sind für die Geldmenge verantwortlich und beinflussen somit natürlich auch die finanzielle und wirtschaftliche Stabilität eines Landes. Gleiches gilt für bedeutende Großfirmen, welche internationale Geschäftsbeziehungen unterhalten und am Devisenmarkt große Währungsmengen umtauschen. Nicht unterschätzt werden darf auch die Rolle des Tourismus. Viele Volkswirtschaften sind in besonderem Maße davon abhängig, dass Reisende ihre Devisen umtauschen und dafür Güter und / oder Dienstleistungen erwerben. Last but not least sind es die zahlreichen Spekulanten, welche am Forexmarkt ihr Glück versuchen und so den Interbankenmarkt ergänzen. Die Bandbreite an Spekulanten ist dabei enorm: Vom Profitrader mit umfangreichem Knowhow und dementsprechender Erfahrung bis zum reinen Zocker ohne jedes Hintergrundwissen bietet der Forexmarkt ein adäquates Abbild des “richtigen” Lebens

Forex Devisen Spreads

Eine der wichtigsten Variablen im Devisen Geschäft sind die sog. Spreads. Ein Spread stellt die rechnerische Differenz zwischen dem Brief- und dem Geldkurs dar. Ausgangspunkt der Betrachtung zum Thema Forex Spreads stellen die erwähnten Brief- und Geldkurse dar. Im Englischen wird für den Briefkurs der Terminus “ask” verwendet und für den Geldkurs “bid“. Währungspaare werden beim Forexhandel immer in bid / ask Notierung gehandelt. Wenn beispielsweise eine Notierung EUR/USD = 1.2242/47 lautet, so bedeutet dies, dass der Verkaufspreis des Euro bei 1.2242 USD liegt. Um einen Euro zu kaufen, muss man dagegen 1.2247 US-Dollar bezahlen. Der Spread beträgt in diesem Falle drei Basiseinheiten, welche am Forex als Pips bezeichnet werden. Im obigen Beispiel beträgt der Spread drei Pips. Forex Spreads können unterschiedlich hoch ausfallen, die bisherige Schwankungsbreite des Kurses ist hierfür ein wichtiges Kriterium. Im Gegensatz zum Aktienmarkt bietet der Devisenmarkt wesentlich engere Spreads. Zudem sind heute auch für Kleinanleger Transkationen mit einem Spread von wenigen Pips möglich. In früheren Jahren waren derartige Spekulationen im Bereich der vierten Dezimalstelle nur für Großinvestoren möglich.