Was ist Devisenhandel?

Fast 2 Billionen Dollar werden jeden Tag mit Devisenhandel umgesetzt. Und auch wenn der größte Teil dieser Summe dem Interbankengeschäft zuzurechnen ist (Transaktionen der beteiligten Großbanken untereinander), nimmt die Bedeutung privater Spekulanten von Jahr zu Jahr zu, die vor allem im Kassabereich mit Währungen handeln und dabei versuchen aus auftretenden Währungsschwankungen Gewinn zu erzielen

Devisenhandel auch für private Anleger interessant

Das Handeln von Devisen ist als Investment Alternative in Mode gekommen. Die Beteiligung am größten Finanzmarkt der Welt, Handelsmöglichkeit aller Devisen rund um die Uhr sowie die Option, mit hohen Hebeln um ein Vielfaches des vorhandenen Kapitals zu spekulieren, sind die wohl wichtigsten Argumente für die Beliebtheit spekulativer Währungsgeschäfte – ungeachtet des durchaus hohen Risikos, das sich beim Währungshandel vor allem aus der Hebelwirkung ergibt. Wer sich an das Devisengeschäft heranwagen und sich vom Phänomen Forex Trading infizieren lassen möchte, wird am Anfang vor allem von der ungeheuren Kurzlebigkeit des Marktes fasziniert sein. Die Wechselkurse ändern sich ständig. Sie gelten nur in dem Moment, in dem sie angezeigt werden. Wenige Sekunden später kann bereits ein ganz anderer Kurs gelten. 24 Stunden am Tag ist der Währungshandel weltweit in Bewegung.

Devisenhandel im Zeitalter des Internet

Das Online Handeln von Devisen erfolgt daher in Echtzeit. Wenn ein Benutzer einen Kurs festschreibt und eine beliebige Transaktion ausführt, erfolgt die Verarbeitung unmittelbar, da der festgeschriebene (eingefrorene) Kurs wenige Sekunden später schon nicht mehr gelten kann. So besteht die Möglichkeit, mit nur wenigen Sekunden dauernden Forextrades Gewinn zu erzielen (oder natürlich auch Verlust zu machen). Aufgrund der Schnelllebigkeit des Marktes empfiehlt sich die Ausarbeitung eines durchdachten Risikomanagements. Online-Devisenhandel wird über sog. Trading Plattformen realisiert. Diese setzen eine spezielle Devisen Echtzeitsoftware ein, welche dem Investor die aktuellen Kurse anzeigt. Wer zu einem beliebigen Zeitpunkt eine beliebige Transaktion durchführen möchte, schreibt den aktuell angezeigten Kurs fest und handelt zu ihm. In diesem Zusammenhang fällt auch oft der Terminus Festlegungskurs.

Faszination und Risiko

Die besondere Faszination, welche das Handeln von Währungen auf die Beteiligten ausübt, besteht in einem sich ständig ändernden Marktgeschehen und der Möglichkeit, um ein Vielfaches des eingesetzten Kapitals zu spekulieren. Mittels sog. Hebel kann man kleinste Kursunterschiede zu großen Gewinnen (oder auch großen Verlusten) machen. Zur Verdeutlichung dieser für Neueinsteiger etwas verblüffenden Tatsache bietet sich ein einfaches Beispiel an: Ein Anleger kauft für 100 US-Dollar die entsprechende Menge einer beliebigen anderen Währung, z.B. Euro. Für seine Spekulation setzt er einen Hebel von 1:200 an. Dies bedeutet, dass er nicht um 100 US-Dollar, sondern um 20.000 US-Dollar spekuliert (das 200-fache des eingesetzten Kapitals). Der entsprechende Kursgewinn (oder auch Kursverlust) beim Devisenhandel ist korrespondierend zum Hebel 200 mal so groß als er bei einer Spekulation ohne Hebel wäre. Der Anleger handelt mit seinem Depotkonto (ein Vergleich findet sich bei girokonto-news.de) also auf Kredit (Infos zum Thema Kredite ohne Schufa).